Kit, die Königsnatter

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Steckbrief

 

Gattung, Art, Unterart

Graugebänderte Blairi-Königsnatter
          (Lampropeltis Alterna Blairi)

Herkunft

Südwesten USA und Westküste Mexikos


 

Gattung, Art, Unterart

Durango-Königsnatter
          (Lampropeltis Mexicana Greeri)

Herkunft

Nord- und Mittelmexiko, auch Süd-Durango


 

Gattung, Art, Unterart

Chihuahua-Bergkönigsnatter
          (Lampropeltis Pyromelana Knoblochi)

Herkunft

Süden USA und Nordmexiko


 

Gattung, Art, Unterart

Sinaloa-Königsnatter
          (Lampropeltis Triangulum Sinaloae)

Herkunft

Mexiko: Region Sinaloa, Sonora und Chihuahua

 

Körpergröße

90 - 100 cm, vereinzelt bis 120 cm

Lebenserwartung

14 - 16 Jahre, vereinzelt bis 20 Jahre

Haltung

Temperatur 27 - 29°C, lokal 35°C,
          nachts 18 bis 20°C,
          Winter 14 - 16°C

Luftfeuchtigkeit 50 - 70%

Beleuchtungsdauer 12 - 14h,
          Übergang 8 - 10h, Winter keine

Lebensweise

Tagaktiv, terrestrisch

Nahrung

Mäuse

Schutzstatus

keiner

Gelegegröße

4 - 7 Eier, vereinzelt bis 14

Inkubation

60 - 75 Tage bei 28 - 30°C

Pflege

einfach

Nachzucht

mittel


 



Wissenswertes

Guten Tag. Mein Name ist Fisto, Kit Fisto. Ich bin eine Graugebänderte Blairi-Königsnatter. Genau, da habt Ihr richtig gehört. KÖNIGS-Natter. In der freien Wildbahn hat man unsere Art auch schon dabei beobachten können, wie wir Giftschlangen getötet und gegessen haben. Gegen das Gift sind wir vollkommen immun. Was liegt da näher, als uns als die Könige der Schlangewelt zu begreifen. Kingsnakes nennt uns der US-Amerikaner. Also macht uns nicht von der Seite an, klar?

Wir Graugebänderte Blairi-Königsnattern sind vierfarbig. Auf grauem, teilweise leicht ins oliv gehendem Grund befinden sich breite leuchtendrote Ringe um unseren Körper. Diese Ringe sind in schwarze Ränder gefasst, welche wiederum selbst mit hellem grau oder weiß abgegrenzt sind. Früher wurden wir zu den Lampropeltis Mexicana gezählt, bilden nun aber eine eigene Art. Das beweist mal wieder, dass auch Ihr Menschen noch dazulernen könnt. Lampropeltis kommt übrigens aus dem Griechischen und setzt sich aus den Worten „lampros“ (leuchtend) und „pelta“ (Schild, Schuppe) zusammen. Auch hier zeigt sich wieder, dass Ihr Menschen in seltenen Fällen mit gutem Geschmack gesegnet sein könnt.

Durango-Königsnattern gehören hingegen wirklich zu den Lampropeltis Mexicana. Da ändert sich auch demnächst erst mal nichts. In der Grundfärbung weisen sie unterschiedliche helle Grautöne auf. Ihr Nackenfleck scheint länglich und sie besitzen bis zu 38 weiß umrandete, deutlich schwarz eingefasste rote Sattelflecken. Das rot kann vereinzelt allerdings sehr schmal ausfallen oder sogar ganz fehlen. Der Bauch ist ansonsten cremefarben und besitzt schwarze Sprenkel. Hauptunterscheidung zur Nominatform der Mexicana ist die fehlende rote Zeichnung am Kopf und Bauch und das hellere Grau.

So, nun zu einer weiteren Königsnatterart. Die Lampropeltis Pyromelana Knoblochi oder auch Chihuahua-Bergkönigsnattern leben in gebirgigen Zonen und der Nähe von Bachläufen. Das sind vielleicht Naturburschen. Ihr Kopf geht ansatzlos in den Körper über, was sie zu sehr guten Ausbruchskünstlern macht. Sie haben über 40 schwarz umrandete, fast ringartige rote Sattelflecken, die sich über den gesamten ansonsten hellgrauen bis weißen Körper erstrecken. An der Seite können sich diese Flecken in ein Leopardenmuster verlaufen. Die Spitze des Maules ist weiß oder blassgelb. Über den Augen tragen sie eine schwarze Maske. Bergkönigsnattern sind dafür bekannt, dass Jungtiere schlecht ans Futter gehen. Das hängt damit zusammen, dass sie in freier Wildbahn viel später geboren werden, als andere Arten. So gehen sie meist sofort in die Winterruhe über. Züchter können sich diesen Umstand zu Nutze machen und nach dem Schlupf eine kurze, sechswöchige Kälteperiode einschieben. Danach sollte das Fressen problemlos klappen.

Die Sinaloa-Königsnattern hingegen sind dreifarbig. Sie besitzen 10 bis 16 breite rote Ringe, die mit etwa ebenso breiten schwarzen Ringen abgegrenzt sind. Innerhalb dieser schwarzen Ringe zieht sich jeweils ein weißer, manchmal leicht gelblicher Ring um den Körper. Der Kopf ist schwarz und wesentlich kleiner als der meinige. Die Sinaloas ahmen mit ihrer Färbung die giftige Korallennatter nach. Man nennt das in der Tierwelt Mimikri. Wenn man genau hinsieht, erkennt man aber, dass die roten und weißen Ringe bei der Korallennatter nebeneinander liegen. Mit dem Spruch „if red follows white, it bites“ kann man sich das gut merken - nur für den Fall, dass Ihr in den USA mal ner Korallennatter begegnet. Sinaloa-Königsnattern sind auch als Sinaloa-Dreiecksnattern oder Sinaloa-Milchnattern bekannt.

So, das war aber auch erst mal genug Information zu unserem Aussehen. Was ich aber auf jeden Fall noch erwähnen möchte ist, dass wir Königsnattern auch für unseren Kannibalismus bekannt sind. Wollt Ihr also mehrere von uns gemeinsam halten, sollten diese Kollegen auch annähernd gleich groß sein. Ich persönlich kenne zwar keinen Fall, in denen einer meiner Kollegen kleinere Artgenossen verspeist hat, aber es kommt wohl des Öfteren vor. Was allerdings eher mal passieren kann, wenn man nicht aufpasst, ist, dass männliche Königsnattern das Gelege von Weibchen ratzekahl auffressen. Es bietet sich also an, kurz vor der Eiablage die Männchen aus dem Terrarium zu entfernen. Tja, wir sind halt unersättlich. Und bevor ich es vergesse: wir Königsnattern sind auch Könige des Ausbrechens. Damit meine ich jetzt nicht, dass wir ständig bereits Gegessenes auswürgen, sondern dass wir gerne aus dem Terrarium ausbüchsen. Wenn Ihr glaubt eine vollkommen ausbruchssichere Behausung für uns präpariert zu haben, lehren wir Euch eines Besseren. So mussten unsere Ernährer schon mehrmals ihre Möbel und anderen Einrichtungsgegenstände auf den Kopf stellen und auf den Knien durch die Wohnung rutschen, um Assajj oder Vader ausfindig zu machen. Man, waren die immer angepisst. Schließlich fanden die sich aber doch immer wieder an.

Bis die Tage, Euer Kit!



Familienfotos

Depa (Blairi) wundert sich
 

Kit (Blairi) auf der Höhle
 

Kit (Blairi) beim Baden
 

Asajj und Vader (Sinaloa) rangeln
 

Mika (Durango) ist neugierig
 

Raana (Chihuahua) im Aufzuchtrack
 

Roshti (Chihuahua) im Portrait

Vader (Sinaloa) beim Erkunden