Malla, der Teppichpython

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Steckbrief

Gattung, Art, Unterart

Dschungelteppichpython
          (Morelia Spilota Cheynei)

Herkunft

Regenwald im nordöstlichen Queensland, Australien

Körpergröße

180 cm, vereinzelt bis 220 cm

Lebenserwartung

15 - 25 Jahre

Haltung

Temperatur 26 - 29°C, lokal 35 - 45°C,
          nachts 23 - 25°C,
          Winter 23 - 26°C

Luftfeuchtigkeit 70 - 80%,
          nachts 90 - 100%

Beleuchtungsdauer 12 - 13h,
          Winter 8 - 10h

Lebensweise

Dämmerungs- und Nachtaktiv, arboreal

Nahrung

Ratten und Mäuse, auch andere Säugetiere und Vögel

Schutzstatus

WA II B (meldepflichtig)

Gelegegröße

8 - 15 Eier

Inkubation

60 - 70 Tage bei 30,5 - 32,5°C und 90 - 100% Luftfeuchtigkeit

Pflege

einfach

Nachzucht

mittel

 

 

 

Wissenswertes

Hallöle. Ich bin Mallatobuck, aber Ihr könnt mich einfach Malla nennen. Chewbacca und ich sind Teppichpythons. Genauer gesagt Regenwald- oder auch Dschungelteppichpythons. Unser lateinischer Name lautet Morelia Spilota Cheynei und wir gehören zur Familie der Boidae, also zu den Riesenschlangen. Dabei werden wir gar nicht so groß. Durchschnittlich erreichen wir eine Gesamtkörperlänge von 180 cm. Es gibt aber auch Artgenossen, die 220 cm lang werden. Die Engländer nennen uns Jungle Carpet Python oder Cheyne’s Carpet Python.

Wir besitzen eine sehr kontrastreiche Musterung, dessen dunkle Stellen dunkelbraun bis tiefschwarz sind. Die hellen Musterungselemente können weiß bis knallgelb sein und verlaufen über den Rücken als Doppelflecken, die teilweise miteinander verschmelzen können. Dann wirken diese länglich oder verlaufen im Zick-Zack über den Rücken. Den Namen verdanken wir vermutlich meinen Artgenossen, den McDowellis Teppichpythons, dessen Zeichnung noch stärker an die eines ebensolchen Knüpfwerks erinnert.

Weiter betrachtet setzt sich unser Kopf sehr stark vom Körper ab und besitzt eine dreieckige Form. Für uns eigentümlich schnellt aus diesem beim Züngeln stets eine blaue Zunge hervor. Wie alle Rautenpythons zu denen der gesamte Morelia Spilota Komplex, sowie die Morelia Bredli und Morelia Carinata zählen, haben auch wir rechts und links neben unserer Kloake so genannte Aftersporne. Diese sind zu lediglich einer Kralle oder einem Dornen verkümmerte Hinterbeine, die bei Männchen meist etwas stärker ausgeprägt sind. Bei Kommentkämpfen kann es zwischen unseren Herren dadurch zu starken Verletzungen kommen, wenn sie sich wieder einmal mit den Spornen kratzen und sogar ihre Zähne einsetzen. So kippt ein Kommentkampf schnell in Richtung eines Beschädigungskampfes, vor allem, wenn im Terrarium der Unterlegene nicht wirklich fliehen kann. Aber was soll ich sagen, wir Mädchen stehen halt auf starke Männer.

Wir Teppichpythons gelten ja als außerordentlich bissig. Das mag zu einem gewissen Teil auch stimmen. Gerade juvenile, also heranwachsende Schlangen, sind außerordentlich schreckhaft und stressanfällig. Deshalb schnappen sie einfach gerne zu. Regelmäßiger Umgang mit uns reduziert dieses Verhalten auf ein Minimum und lässt es bei adulten Tieren sogar gänzlich verschwinden. Zudem werdet Ihr gefahrlos mit uns hantieren können, wenn Ihr uns zur Fütterung stets aus dem Terrarium herausnehmt und in einer separaten Box die Nahrung reicht. Dann verbinden wir das Essen stets mit der Futterbox und nicht mit einer warmen Hand, die ins Terrarium langt. Weiterhin sind unsere Jungen besonders ängstlich, wenn sie zu sehr festgehalten werden und nicht frei durch die Hände gleiten können oder ihr Greifschwanz keinen Halt findet. Wir lieben nun mal unsere Freiheit.

Apropos Freiheit. In der freien Wildbahn bewegen wir Dschungelteppichpythons uns gerade mal 1,4 bis 12,6 m am Tag, was nicht sonderlich viel scheint. Umso verwunderlicher ist es, dass wir im Leben durchschnittlich 25 Hektar Raum beanspruchen. 1 Mal täglich wärmen wir uns meist in Baumkronen auf und zwar früh am Morgen oder in der Dämmerung. Kleine Schlangen auch öfter, da sie die Temperatur nicht so lange halten können. Weil der Australische Regenwald nur noch ein Viertel seiner ursprünglichen Ausdehnung besitzt, verlieren wir zunehmend an Lebensraum. Die starke Zunahme an Kraftfahrzeugen und die vielen Waldbrände tun ihr übriges dazu bei.

Zur Eiablage suchen wir Mädels dann Plätze in der Nähe eines Gewässers auf. Hier bauen wir ein Nest von wo aus wir schnell zum Trinken und zum Wärmetanken gelangen können. Nachdem die Eier gelegt wurden, gehören wir zu den Schlangen, die sich um ihren Nachwuchs kümmern. Also nicht so wie die Kornnatterrabeneltern. Eng umschlungen brüten wir die Eier aus, befeuchten unseren Körper und kühlen dadurch das Nest bei Bedarf oder erwärmen es durch Muskelkontraktion. Nach dem Schlupf überlassen wir die Neonaten sich selbst. So eine Nestpflege ist für ein Mädchen wie mich außerordentlich anstrengend. Vor allem da es nicht selten vorkommt, dass man seit der Paarung keinen Bissen zu sich genommen hat. Ich für meinen Teil halte es jedoch anders: erst kurz vor der Eiablage stelle ich das Fressen ein. Wenn die Eier erst mal raus sind, kommt auch mein Heißhunger zurück.

So das war’s. Ich hoffe ich konnte Euch behilflich sein und Interesse für meine Art wecken. Bis zum nächsten Mal, Eure Malla.



Farb- und Zeichnungsmorphen



Classic

 


Amelanistisch

 


Zebra

 

 



Familienfotos

Chewie hat was entdeckt
 

Chewie und Malla gucken fern
 

Chewie und Malla bei der Paarung
 

Malla seilt sich ab
 

Malla im Portrait
 

Chewie im Portrait
 

Malla in der Blüte ihrer Jugend
 

Malla beschützt ihr Gelege